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6 Kommentare

Ungerecht, weil ich nicht alle erwähnen kann, an die ich dabei denke.

2015-04-20
Das Ausscheiden von Frau Cornelia Petrovic 2015-04-20 aus green-tomato.de, im Konsumrausch-Tempel Milaneo, ist sehr bedauerlich.
Unter den von mir erlebten Mitarbeitern fiel sie mir als besonders ehrlich, freundlich, gut gelaunt und respektvoll auf. Auch gegenüber Kunden, an denen man auf den ersten Blick nicht viel verdienen kann. Vielleicht liegt das altersbedingt auch daran, dass sie noch nicht in so viele und tiefe menschliche Abgründe blicken musste wie Ältere.
Cornelia Petrovic
Link wp.me/p48hy0-gb ging per Mail an info@green-tomato.de.


2015-05-27
Als besonders überdurchschnittlich meinen Alltag verbessernd seien exemplarisch erwähnt:

  • wie immer meine Eltern
  • die mich nicht nur lesenden, sondern unter Verzicht auf formal-freundliche Textbausteine, ehrlich antwortenden Kontakte
  • Wachdienst VSD Victory Sicherheitsdienste GmbH

2015-05-27
Hallo Huda Fast Track International Stuttgart,
danke für die Preisstabilität der letzten Jahre und für die Beschäftigung der 2 hilfsbereiten Leute, die dort allein von 10 bis 22 Uhr den Laden schmeißen: Der junge Mann und die sanfte Afrikanerin.
Solches Personal finden Sie 2 x nur unter 400 Leuten – mit viel Glück. Bitte behandeln Sie die zwei gut, damit wir sie nicht verlieren.
Betriebssystem und installierte Programme sind teilweise jedoch katastrophal veraltet. Säuberung und Sicherung der PC’s von beziehungsweise vor Malware könnten auch aus anderen Gründen besser sein. Deshalb ist der Laden, wie fast alle Internet-Cafes, für sicherheitskritische Tätigkeiten nicht empfehlenswert.

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Veröffentlicht von

Suchender Asozialphobiker mit Lernverweigererallergie. Ich möchte effizienter lernen, wie wir die Welt effizienter ändern können. Warnung: Ich bin fast immer so unüblich sachlich, dass die üblichen Menschen mich gegenteilig interpretieren. Motto: Lebe so, dass du jederzeit mit möglichst wenig Reue sterben kannst.

6 Comments Join the Conversation

  1. „Lebe so, dass du jederzeit mit möglichst wenig Reue sterben kannst.“
    Das hört sich gut an – aber was folgt daraus? Woher weiß ich heute, was ich in zehn Jahren bereute, wenn ich dann stürbe? Antwort: Ich weiß es nicht – denn eine Antwort setzte voraus, dass ich a) die Konsequenzen des So-oder-so-Lebens heute bereits vollständig überblicken könnte und b) in zehn Jahren die gleichen Maßstäbe hätte wie heute. Beide Voraussetzungen sind nicht gegeben.

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    • Lieber Herr Tholen, ich freue mich über Ihren Kommentar, danke! Ja, es ist tragisch nichts und niemand bewerten zu können, weil es keine sichere Sicherheit gibt. Ein durch Luftzug in China umfallender Reissack könnte sich mit seiner Veränderungsmitwirkung im unendlichen Ursache-Wirkungsnetz https://vimeo.com/7225228 als relevanter für die Rettung der Welt vor dem finalen Untergang erweisen, als die besten der besten Menschen aller Zeiten zusammengenommen.

      Dennoch sind wir x-tausend mal täglich gezwungen zu werten, um irgendwie halbwegs strukturiert und lebend durch den Tag zu kommen. Und durch die nächsten Tage … Wir können nicht mal beurteilen, ob es unser Glück oder unser Pech sein wird, dass das Hirn fast all diese Entscheidungen per Autopilot erledigt. Wie werden Sie mit dieser Last von Dilemma beim täglichen Schwimmen durch den Nebel fertig?

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      • Lieber Herr Neitzke,
        die Theorie hilft uns nicht weiter, glaube ich. Ich zeige das an Kant: Der sagt eigentlich nur: „Tu deine Pflicht!“ Nun leben wir aber in verschiedenen Lebenskreisen (Familie, Beruf, Nachbarschaft, Stadt, Deutschland…) unterschiedlicher Reichweite; die verschiedenen Pflichten können miteinander ins Gedränge kommen bis hin zur Pflichtenkollision, wie schon die alten Griechen wussten (Drama, Tragik, Schuld). – Zur Vertiefung: Max Weber, Politik als Beruf, darin die Passage über Gesinnungs- und Verantwortungsethik.
        Da hilft nur Klugheit weiter: Abwägen der verschiedenen Pflichten, der eigenen Möglichkeiten, der möglichen Koalitionspartner. Doch wir sind nicht nur klug, sondern manchmal blind oder vermessen (Griechen: Hybris) oder von Leidenschaften getrieben, immer auch von Interessen geleitet… Hier sollte vielleicht das Gespräch unter Freunden helfen, das dann wahre Philosophie wäre: Sorge um sich selbst und die eigene „Seele“.
        Bleibt noch die nachträgliche Reflexion, die wir nicht bis zum Tod aufschieben sollten; bleibt auch die Erkenntnis des Versagens. Für die Gläubigen gilt dann ein Satz aus dem 1. Johannesbrief:
        „Wenn das Herz uns auch verurteilt –
        Gott ist größer als unser Herz.“ (1 Joh 3,20)
        Und für die Nichtgläubigen bleibt die Möglichkeit, über diesen Satz nachzudenken und die Größe „Gott“ durch etwas anderes zu ersetzen; und sich an den alten moralischen Grundsatz zu erinnern: ultra posse nemo tenetur.

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      • Lieber Herr Tholen, danke für Ihre Geduld und Nachsicht mit meiner unverschämten Reaktionszeit aus meinem Chaos!

        »Uber das Mögliche hinaus wird niemand verpflichtet.« (ultra posse nemo tenetur) kann beruhigen aber auch lähmen, wenn es am Willen mangelt das Zweifeln und Neugierigbleiben wie das Atmen so zu automatisieren, dass man beständig nach etwas Möglicherem Ausschau hält. Natürlich kann man sich mit Schauerei und Grübelei auch zerfleischen und krank machen, wie immer, wenn die Dosis/Dosierung zum Gift wird. Oder verzetteln, so wie ich. Aber die Angst kurz vor dem körperlichen Tod zu erkennen, jahrzehntelang etwas Relevanteres übersehen zu haben, treibt mich an.

        Nebenbei: Die Existenz von Atheismus halte ich für ausgeschlossen. Bei denen, welche sich zum vernünftigen Denken bekennen immer und bei den anderen zumindest in der letzten Lebenssekunde. Meiner Meinung gibt es nur Agnostiker im Bereich von 50,001 + n Prozent Gotteswahrscheinlichkeitsgläubigkeit und stark Denkbehinderte (Religionsfanatiker). Bleiben Sie gesund!

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  2. Lieber Herr Neitzke,
    vielleicht bekommt Ihnen der Glaube doch nicht so gut, wie Sie meinen – nur mal als Möglichkeit gedacht.
    Ich finden Nietzsches Aphorismus „Morgenröte“ Nr. 551 sehr schön und tröstlich:

    Sterbliche Seelen!

    501.

    Sterbliche Seelen! — In Betreff der Erkenntnis ist vielleicht die nützlichste Errungenschaft: dass der Glaube an die unsterbliche Seele aufgegeben ist. Jetzt darf die Menschheit warten, jetzt hat sie nicht mehr nötig, sich zu überstürzen und halbgeprüfte Gedanken hinunterzuwürgen, wie sie ehedem musste. Denn damals hieng das Heil der armen „ewigen Seele“ von ihren Erkenntnissen während des kurzen Lebens ab, sie musste sich von heut zu morgen entscheiden, — die „Erkenntnis“ hatte eine entsetzliche Wichtigkeit! Wir haben den guten Mut zum Irren, Versuchen, Vorläufig-nehmen wieder erobert — es ist Alles nicht so wichtig! — und gerade deshalb können Individuen und Geschlechter jetzt Aufgaben von einer Großartigkeit in’s Auge fassen, welche früheren Zeiten als Wahnsinn und Spiel mit Himmel und Hölle erschienen sein würden. Wir dürfen mit uns selber experimentieren! Ja die Menschheit darf es mit sich! Die größten Opfer sind der Erkenntnis noch nicht gebracht worden, — ja, es wäre früher Gotteslästerung und Preisgeben des ewigen Heils gewesen, solche Gedanken auch nur zu ahnen, wie sie unserem Tun jetzt voranlaufen.

    Und noch etwas finde ich fast wie für Sie geschrieben: Chamisso, Peter Schlemihls wundersame Geschichte, und zwar die Gespräche der beiden Helfer im Schlemihlium – aber lesen Sie das ganze Büchlein, evtl. mit meinem Kommentar (norberto42), danach sprechen wir weiter.

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    • Lieber Herr Tholen, danke für alles. Ich hoffe alt genug zu werden, um auf Ihre interessanten Hinweise eingehen zu können. Mein größter Wunsch bleibt das Finden einer Sprache, welche Missverständnisse und permanente Definitionsabgleiche zwischen möglichst vielen Menschen ohne inhaltlichen Tiefenverlust reduziert, ohne für jedes Wort ein mehrjähriges Studium absolvieren zu müssen (zum Beispiel Logik). Mein Glaube an dies und jenes ist nur ein Denken in Wahrscheinlichkeiten.

      (Das, was meistens als Wissen kursiert, gibt es nicht, da jedes Wissen nur ein mehr oder weniger stabiler Glaube ist, je nach Alltagstauglichkeit. Da sich zum Beispiel Mathematik – ein Näherungsmodell, welches viele als die präziseste aller Wissenschaften bezeichnen – seit langer Zeit stabil bei Obsteinkauf und Marsflügen bewährt, wird sie als Wissen bezeichnet.
      Aber das sehen nicht alle so gelassen 🙂 Lucy: »Aber Eins plus Eins war noch nie gleich Zwei.«)

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